Ob ich ein Träumer bin? Aber natürlich, denn jeder Unternehmer, jeder Mensch, der buchstäblich etwas unternimmt und Dinge bewegen will, träumt zuerst von seinem Ziel. Ohne Träume nimmt niemand etwas in die Hand. Niemand würde versuchen, die Realität kreativ zu gestalten und positiv zu verändern. Ohne Realträume gäbe es keine Erfinder, keine Künstler und keine Unternehmer. Unternehmer sind Realträumer!
Zitat von Götz Werner, Unternehmer und Inhaber der DM-Märkte
Warum ein Generationenhof?
Mit den gewaltigen Veränderungen in der demographischen Entwicklung, der selbstbewussten Art des Altwerdens, haben sich die Generationen verschoben und entwickeln sich hin zu einer Vier ?Generationen Gesellschaft. Die traditionelle Kleinfamilie gerät in eine Sackgasse, besonders im ländlichen Raum. Man kann wahrnehmen, wie sich die Menschen mehr und mehr in Form von Wahlverwandschaften zusammenfinden und auf der Stufe der entwickelten Individualität neue Lebensformen suchen und verwirklichen. Die Generationen wachsen wieder zusammen und brauchen einander. Ebenso führen die globalisierten Veränderungen in der Landwirtschaft zu einer Gegenbewegung, Pflege der Erde und Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte in der Region. Die heimischen Erzeugnisse sollen nicht die weitesten Wege gehen, sondern vielmehr vor Ort in der Region ihren Verbraucher finden. Im Bliesgau, einer besonderen Biosphärenregion hat sich eine starke Initiative gebildet, die versucht diesen Weg zu gehen. Wie können in der Landwirtschaft neue Ansätze gefunden werden, die einmal die landwirtschaftliche Bewirtschaft des Landes in gesunder Form erhalten und andererseits Menschen binden, die in dieser Region leben wollen und neue Aufgaben ergreifen? Der GenerationenHof versteht sich als Modell, in dem alte und junge Menschen sich auf Grund ihrer Fähigkeiten einbringen und ein stabiles Gemeinwesen entwickeln. Arbeit und Kultur werden sich durchdringen. Der Generationenhof ist Modell für weitere Initiativen, die solche Wege gehen wollen. Er steht in enger, sozialer und wirtschaftlicher Verbindung mit der Gemeinde und ist somit ein Teil des Ortes. Der Generationenhof hat Modellcharakter und darf eine bestimmte Größenordnung nicht überschreiten. Grund und Boden sind nicht Eigentum der einzelnen Menschen, sondern er steht den Menschen zur Verfügung, um ihn mit ihren Fähigkeiten zu pflegen und zu gestalten.
Landwirtschaftliches Anwesen In Erfweiler- Ehlingen
Zukunftsmodell für einen Generationenhof
Hofbetreibergemeinschaften wirtschaften selbstständig, geben sich in einem Netzwerk fachliche Hilfestellung und arbeiten, produzieren und verwerten nach einem übergeordneten Konzept. Grund und Boden wie auch Gebäude sind nicht Eigentum der Betreiber sondern werden vom Verein GenerationenhofRömerturm e.V. zur Verfügung gestellt. Dadurch kann weder ein spekulativer Bodenverkauf noch eine Vererbung von Grund und Boden geschehen, vielmehr sind die Betreiber Pächter des Geländes und haben dieses nach grundlegenden Kriterien der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise zu betreiben.
Eine soziale Lebensgemeinschaft entsteht als Folgemodell der traditionellen Bauernfamilie, in der die Menschen in allen Lebensabschnitten übergreifend zusammenwirken und zusammenleben:
Heranwachsende Kinder und Jugendliche leben unter der Führung und Obhut ihrer Eltern und der Gemeinschaft der Generationen. In der Gemeinschaft leben junge Erwachsene, die im engen Arbeits- und Wirtschaftsprozess stehen, beraten und begleitet werden können von den dort lebenden ältern Menschen.
"Junge Senioren/innen", können sich aus dem Wirtschaftsleben ausklinken und mit selbst gewählter, erfüllender Tätigkeit ihren Lebensabschnitt gestalten.
"Alte Senioren/innen", die am Ende ihrer Lebenszeit stehen, werden ohne weitere "Lebenspflicht" mit Hilfestellung der gesamten Gemeinschaft bis zum Ende ihres Lebensweges mitgetragen.
Ein Generationenhof steht in enger sozialer und wirtschaftlicher Verbindung mit dem Dorf. Er ist ein Teil der Dorfgemeinschaft.
In einem Generationenhof entstehen Betriebsteile im Kreislauf natürlichen Lebens:
artgerechte gesunde Tierhaltung mit eigener Futtererzeugung ohne chemische Triebmittel und Gentechnik auf der Basis der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise
eigene Herstellung von Produkten aus der Tierhaltung (z.B. Ziegenhaltung): Milch, Käse, Fleisch
Nachzucht Pflanzen und Tieren
eigene Vermarktung der Produkte im Hofladen, auf den regionalen Märkten und dem hofeigenen gastronomischen Betrieb
hohe Anforderungen an die erzeugten Produkte (Demeterstandard)
Baugrundstück - Örtliche Lage Die Siedlungsstelle liegt am nordöstlichen Rand von Erfweiler-Ehlingen. Sie umfasst den "Althof" Erbhof mit Gebäuden und Flächen und den unbebauten Flächenanteil des Steinackers. Der Hof wird durch die Straße am Römerturm in zwei Teile geteilt. Das Gelände am Osthang gelegen fällt in leichtem Gefälle mit zwei Stufen zum Lauf des Mandelbaches ab. Die Hofanlage bildet den räumlichen Abschluss des Dorfes zum offenen Agrarland.
Baugrund Stark lehmhaltiger, mit Kalksteinen durchsetzter Boden. Humusschichten bis max. 30 cm. Quellhorizonte im Bereich höher gelegener Bodenschichten.
Erschließung Die Verkehrserschließung ist in ihren Grundstrukturen bereits vorhanden und muss nur zu einzelnen Funktionsbereichen ausgebaut werden. Fußwege und Plätze verbinden die Funktionsteile innerhalb miteinander. Der ruhende Verkehr wird für Besucher und Externe am Rand der Erschließungstrasse angeordnet. Hofbewohner haben Zufahrt zu Ihren Wohn- und Wirtschaftsteilen. Die Hof-Innenbereiche sind verkehrsfrei. Die Stromversorgung erfolgt über die vorhandene Freileitung der Pfalzwerke. Die Wasserversorgung erfolgt über das Ortsnetz, bestehende Wasserleitung oberhalb vom "Erbhof". Entsorgung des Schmutzwassers über interne biologische Kleinkläranlage im Hofteil "Steinacker", Entsorgung des Hofteils "Erbhof" direkt zum Ortskanal.
Baukonzept Leitlinien für das Baukonzept sind im 2007 überarbeiteten Masterplan festgeschrieben.